Welchen Matratzen Härtegrad brauche ich?

Härtegrad einer Matratze – ein grundlegendes Kaufkriterium
„Wie man sich bettet, so liegt man“, lautet eine bekannte Volksweisheit. So ist das Komfort-Empfinden eines jeden Menschen unterschiedlich. Das trifft selbstverständlich auch zu, wenn es um Matratzen geht. Sicherlich kann man sich für harte, weiche oder mittelweiche bzw. mittelharte Matratzen entscheiden. Allerdings sind diese Angaben nicht wirklich aussagekräftig. Für eine zielführende Kaufentscheidung kommt es auf den spezifischen Härtegrad an.

Die Matratze als Grundlage für gesunden Schlaf

Fakt ist, dass es sich bei der grundlegenden Beschreibung von Matratzen in erster Linie um die Angaben des jeweiligen Herstellers handelt. Von Relevanz ist darüber hinaus auch das persönliche Empfinden des Verbrauchers sowie nicht zuletzt dessen Körpergewicht.

In eine wunderbar weiche Matratze buchstäblich einzusinken mag zunächst gemütlich und wohltuend anmuten. Gesundes Schlafen sieht allerdings anders aus. Auch eine zu harte Matratze ist nur sehr bedingt von gesundheitlichem Vorteil. Vielmehr sollten Sie schon beim Kauf einer neuen Matratze auf eine ebene Positionierung Ihres Körpers auf dieser achten.

Die ideale Schlafposition ist gefunden, wenn die nötigen Körperbereiche lediglich so weit einsinken, dass Ihre Wirbelsäule insgesamt eine gerade Linie darstellt. Auf diese Weise werden Kopf, Schultern, Bandscheiben und Wirbelsäule nachhaltig entlastet. Man wacht am nächsten Morgen entspannt und fit auf. Eine Matratze mit individuell passendem Härtegrad ist daher die Basis für eine bessere Gesundheit, mehr Fitness und damit für mehr Lebensqualität.

Härtegrad 1: für Kinder, Jugendliche und leichte Personen

Man unterscheidet Matratzen mit den Härtegraden 1, 2, 3, 4 und 5. Menschen mit einem vergleichsweise geringen Körpergewicht sind meist mit dem Matratzenhärtegrad 1 gut beraten. Vor allem jene Personen mit bis zu 60 Kilogramm Körpergewicht profitieren von Matratzen mit diesem ausgesprochen soften Härtegrad. Dabei handelt es sich meist um Kinder oder Jugendliche. 

Aufgrund ihrer verhältnismäßig soften Eigenschaft sollten Erwachsene nicht unbedingt eine Matratze mit Härtegrad H1 wählen. Diese sind meist erheblich schwerer. Insbesondere im mittleren Teil der Unterlage könnte es schon nach kurzer Zeit zu Verformungen kommen. Der untere Bereich des Rückens, der Po und die Oberschenkel sind zusammengenommen recht schwer. Bei Belastung wird ein beträchtlicher Druck auf die Matratze ausgeübt. Eine Matratze mit einem Mindesthärtegrad von 2 ist deshalb gewiss die bessere Wahl.

Härtegrad 2: für ein mittleres Gewicht von 60 bis 80 Kilogramm

Verbraucher mit einem Körpergewicht zwischen 60 und 80 Kilogramm entscheiden sich häufig für Matratzen mit dem Härtegrad H2. Es handelt sich bei diesen Matratzen um mittelfeste Unterlagen, die einen hohen Liegekomfort zu bieten haben. Üblicherweise nennt man H2 Matratzen auch Medium Matratzen.

Härtegrad 3: Liegekomfort für 80 bis 120 Kilogramm schwere Personen

Frauen und Männer mit einem Körpergewicht von über 80 Kilogramm liegen mit einer Matratze in Härtegrad H3 buchstäblich richtig. Das Körpergewicht von 100 Kilogramm sollte dabei möglichst nicht überschritten werden. Es gibt jedoch auch feste Matratzen mit dem Härtegrad 3, die sehr wohl für Personen mit einem Körpergewicht von bis zu 120 Kilogramm geeignet sind. Ein Blick auf die jeweiligen Herstellerangaben zum Produkt hilft diesbezüglich stets weiter.

Härtegrad 4 und 5: ab 120 Kilogramm Körpergewicht

Für ein Gewicht über 120 Kilogramm erweisen sich extra feste Matratzen mit dem Härtegrad H4 als vorteilhaft. Diese Matratzenkategorie ist in ihrer Materialbeschaffenheit ungemein fest und solide. Sie gibt bei Belastung dennoch ein Stück weit nach.

Ähnlich wie Matratzen mit dem Härtegrad 1 gehen auch Matratzen mit dem Härtegrad H5 weitaus seltener über die Ladentheken. Grundsätzlich sind ultrafeste Matratzen mit dem Härtegrad 5 optimal für Menschen mit einem Eigengewicht von über 140 beziehungsweise 150 Kilogramm. Im Allgemeinen sind H5 Matratzen verhältnismäßig hart. Jedoch können schwergewichtige Verbraucher je nach Produkt und Hersteller durchaus auch auf Matratzen mit einem Härtegrad von 4 zurückgreifen. Diesbezüglich ist stets auch das persönliche Empfinden von elementarer Bedeutung.

Individuellen Bedarf berücksichtigen: Matratzen mit Zonen

Moderne Matratzen sind nicht ausschließlich durchgängig hart, mittelfest, weich oder ultrafest. Sie sind in der Regel in unterschiedliche Zonen oder dergleichen aufgeteilt. Ziel ist es, den persönlichen Ansprüchen des Nutzers noch weiter entgegenkommen zu können. Auf diesen speziell gearbeiteten Unterlagen kann die Wirbelsäule noch besser und komfortabler gelagert werden.

Mit Hinblick auf Kaltschaummatratzen sind natürlich das individuelle Körpergewicht und die persönlichen Vorlieben des Verwenders zu beachten. Kaltschaummatratzen sind mit Inlays oder mit Polsterungen versehen, sodass besonders schwere Körperpartien optimal abgefedert werden. Auf diese Weise können sie nicht zu tief in die Unterlage einsinken.

Latexmatratzen: sehr anpassungsfähig und formstabil

Die meist sehr schweren Latexmatratzen muten für den einen oder anderen Nutzer zunächst recht hart und unbequem an. Sie punkten durch ihre ausgesprochen hohe Punktelastizität. Durch ihre punktuelle Nachgiebigkeit passen diese sich perfekt Ihren individuellen Körperformen an. Aufgrund ihres hohen Eigengewichts beziehungsweise der relativ dichten Masse überzeugt die Latex- oder Naturlatexmatratze obendrein mit Formstabilität. Sie behält über viele Jahre hinweg ihre Form und weist nicht etwa schon nach kurzer Zeit Dellen oder Vertiefungen auf. Liegekuhlen können den Liege- und Schlafkomfort erheblich beeinträchtigen.

Viscomatratze: auf das Raumgewicht kommt es an

Die sogenannte Viscomatratze überzeugt den anspruchsvollen Verwender ebenfalls mit ihrer hohen Körperanpassung. In jedem Fall ist auch die spezifische Druckentlastung erwähnenswert. Diese Wirkweise  schont besonders beanspruchte oder schwere Körperpartien. Der Matratzenkern aus Viscoschaum kann das Körpergewicht und die Konturen aufnehmen. Auf diese Weise bietet er eine hervorragende Körperanpassung und Körperunterstützung. Eine Viscomatratze kann auch einen Federkern oder ein Kaltschaum-Inlay behalten. Sie ist wunderbar weich und anschmiegsam anfühlen.

Der Härtegrad spielt bei Viscomatratzen eine eher untergeordnete Rolle. Vielmehr ist bei der Auswahl des Härtegrades das jeweilige Raumgewicht zu beachten. Nur dann ist die ergonomische Lagerung des Körpers möglich. Bandscheiben und Wirbelsäule müssen stabilisiert werden und dürfen nicht zu tief in die Unterlage einsinken. Im Allgemeinen wird beim Kauf einer Viscomatratze vorzugsweise ein eher höherer Härtegrad empfohlen.

Federkernmatratze: feste Stützung

Nach wie vor sehr beliebt beim Verbraucher sind Federkernmatratzen. Der Härtegrad des jeweils passenden Modells ist in erster Linie abhängig von der Drahtstärke sowie der Anzahl der Windungen. Des Weiteren sollte der Fokus auf der Anzahl der implementierten Federn liegen. Je mehr Federn mit Windungen vorhanden sind, desto besser ist die Stützkraft der Matratze.

Im Allgemeinen profitiert der Nutzer diesbezüglich außerdem von einer höheren Punktelastizität der Matratze. Eine Federkernmatratze mit einer hohen Anzahl an Federn und Windungen kann zwar einen höheren Härtegrad aufweisen. Der Liegekomfort bei Bonellfederkernmatratzen ist jedoch aufgrund der Flächenelastizität der Federn gering. Rückenschonender sind Taschenfederkernmatratzen. Tonnentaschenfederkernmatratzen stellen eine hochwertigere Variante der Taschenfederkernmatratzen mit spezieller Punktelastizität und Luftzirkulation dar. Bei einem Probeliegen von unterschiedlichen Federkernmatratzen können Sie die Wirkung vor dem Kauf testen.

Die richtige Matratze für jeden Schlaftyp: Seitenschläfer

Haben Sie gewusst, dass es drei grundlegende Schlafpositionen gibt? Hierbei ist von der Seitenlage sowie von der Schlafposition auf dem Rücken und auf dem Bauch die Rede. Ganz gleich, ob Sie Rücken-, Seiten- oder Bauchschläfer sind: Jede Matratze sollte sich Ihren persönlichen Schlafgewohnheiten optimal anpassen.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Seitenlage die wohl beliebteste Schlafposition ist. Dabei erfahren Rücken und Bandscheiben eine besondere Entlastung. Der Muskelapparat, die Organe und die Bänder werden geschont. Die Matratze sollte möglichst flexibel und elastisch sein. Sie muss zugleich ein Maximum an Stabilität bieten. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Unterlage nicht zu hart ist. Schultern und Hüften müssen sanft darin einsinken können. Nur so ist eine optimale Entlastung von Hüften, Bandscheiben und Wirbelsäule gewährleistet. Wenn sich die Matratze durch eine gleichmäßige Druckverteilung auszeichnet und überdies mehrere unterschiedliche Liegezonen aufweist, dann liegen Sie buchstäblich richtig. Eine Schulterzone wie bei der Werkmeister M S50 Plus Kaltschaummatratze sorgt für hohen Schlafkomfort in der Seitenlage.

Welche Matratze ist ideal für Bauchschläfer?

Wer überwiegend auf dem Bauch schläft, tut seiner Wirbelsäule nicht wirklich etwas Gutes. Die Nackenmuskulatur und der Kiefer werden bei der Bauchlage mit seitlicher Drehung des Kopfes zum Atmen schnell überstrapaziert. Dies macht sich nach dem morgendlichen Aufstehen durch Hals- und Nackenschmerzen bemerkbar. Auf einer Matratze muss die Wirbelsäule bestmöglich entspannen können. Idealerweise wählen Sie eine Matratze, die sich durch einen besonders stabilen Mittelteil auszeichnet. Dadurch kann eine Überdehnung von Rücken und Nacken nicht pauschal verhindert werden. Sie liegen dennoch bequem. Ein Beispiel ist die Bemanova Finessa 200 S Kaltschaummatratze. Dank der festen Stützung gewährleistet auch eine Taschenfederkernmatratze wie die Röwa Etera Aston besten Liegekomfort für Bauchschläfer.

Die optimale Matratze für Rückenschläfer

Ideal für Rückenschläfer sind Matratzen, die im oberen und mittleren Teil weich und soft sind. Kopf und Schultern müssen sanft in die Unterlage einsinken können. Das ist eine echte Wohltat für Ihre Wirbelsäule. Rücken und Wirbelsäule müssen eine gute Stützung erhalten. Der gesamte Körper benötigt eine stabile Schlafunterlage.

Weil jeder Mensch individuelle Anforderungen an eine komfortable Matratze hat, empfehlen wir, eine Unterlage zu wählen, die in verschiedene Liegezonen aufgeteilt ist. Wenn die Matratze darüber hinaus den Gesäßbereich durch eine gewisse Stabilität unterstützt und nicht zuletzt eine hohe Flexibilität aufweist, sind die grundlegenden Weichen für einen gesunden und erholsamen Schlaf bereits gestellt.

Spielt der Lattenrost beim Matratzen Härtegrad eine Rolle?

Für einen optimalen Liegekomfort ist nicht nur die richtige Matratze entscheidend. Das Augenmerk sollte ebenfalls auf einem hochwertigen Lattenrost liegen. Der richtige Lattenrost muss Ihre körperlichen Bedürfnisse sowie Ihre persönlichen Ansprüche an einen idealen Liegekomfort in vollem Umfang erfüllen. Je nach Beschaffenheit federn moderne Lattenroste nach und sind in verschiedene Zonen eingeteilt. Der Härtegrad ist oft individuell regulierbar. Lattenroste müssen die Eigenschaften der jeweils ausgewählten Matratze unterstützen. Matratze und Lattenrost ergänzen sich und müssen eine Symbiose miteinander eingehen. Auf diese Weise sind eine vollständige Wirkung und ein ergonomisches sowie äußerst komfortables Liegen im Schlaf möglich.

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BeLaMa bietet für jeden Schlaftyp die richtige Matratze und einen geeigneten Lattenrost an. Der Onlineshop umfasst Modelle mit unterschiedlichen Härtegraden von H1 bis H5. In der Berliner Filiale ist ein unverbindliches Probeliegen verschiedener Produkte und Schlafsysteme möglich. Die BeLaMa Fachberater beraten Sie mit ihrer Fachkompetenz und Fachwissen rund um den gesunden Schlaf. Eine umfassende Fachberatung kann sowohl vor Ort als auch telefonisch in Anspruch genommen werden. Jetzt probeliegen, kaufen und Produkte für den Traumschlaf erhalten!

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