Schwitzen im Schlaf: Nachtschweiß vermeiden

Starkes Schwitzen im Schlaf – das kann ganz schön unangenehm sein. Es ist jedoch nicht nur, dass Kleider, Bettdecke und Unterlage am nächsten Morgen durchnässt sind. Auch der vermeintlich erholsame Schlaf wird nicht selten jäh unterbrochen. Betroffene werden vom starken Schwitzen im Schlaf aufgeweckt und zittern vor Kälte. Dabei kann Schwitzen im Schlaf unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Klatschnasse Haare und Bettwäsche sind ebenso möglich wie ein leichter Schweißfilm auf der Haut. Natürlich sollte jedem eins bewusst sein: Einen halben Liter Schweiß verliert der Mensch ohnehin, wenn er schläft. Das ist ganz normal und unbedenklich. Wenn Sie aber Nacht für Nacht unangenehme Schweißausbrüche haben und sich dadurch unwohl fühlen, sollte der Ursache auf den Grund gegangen werden. Wir erklären Ihnen, was Sie gegen nächtliches Schwitzen tun können.

Schwitzen im Schlaf: ein Symptom mit vielen Ursachen

Generell kann Nachtschweiß – also starkes Schwitzen im Schlaf – viele Ursachen haben. Einige Schwitzprobleme sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen und müssen von einem Arzt behandelt werden. Bei einer krankhaft gesteigerten, nächtlichen Schweißproduktion über die Schweißdrüsen in der Lederhaut spricht man von Hyperhidrose. Eine primäre Hyperhidrose wird durch seelische Anspannung ausgelöst. Ursache einer sekundären Hyperhidrose sind leichte bis schwere Erkrankungen wie Leukämie. Fieber und Müdigkeit sind neben vermehrtem Schweiß weitere Symptome von Leukämie Patienten. In solchen Fällen von Hyperhidrose muss ein Arzt konsultiert werden, um die Beschwerden zu lindern. Andere Ursachen der Schweißausbrüche können Sie selbst beheben, indem Sie Ihre Lebensgewohnheiten oder die Umgebungsbedingungen in Ihrem Schlafzimmer ändern.

Zu hohe Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur bewirkt Schwitzen im Schlaf

Wenn Sie übermäßiges nächtliches Schwitzen plagt, sollten Sie als erstes das Raumklima in Ihrem Schlafzimmer kontrollieren. Liegt die Umgebungstemperatur über den empfohlenen 19 Grad oder die Luftfeuchte über 50 Prozent, ist es schlicht und einfach zu warm zum Schlafen. Achten Sie deshalb darauf, dass das Schlafzimmer nicht überheizt ist – auch nicht im Winter, wenn die Außentemperatur auf einem niedrigen Niveau liegt. Außerdem sollte das Schlafzimmer stets gut gelüftet sein. Denn frische Luft versorgt Sie nicht nur mit wohltuendem Sauerstoff, sondern ist meist auch kühler. Auf diese Weise verbessern Sie das Raumklima im Schlafzimmer und schwitzen im Schlaf möglicherweise weniger. Auch Bettwäsche aus synthetischen Materialien können Ihnen Schwitzprobleme bereiten. Umgeben Sie sich im Schlaf deshalb mit Produkten aus natürlichen Materialien wie Baumwolle.

Gestörter Biorhythmus oder Stress begünstigen Schwitzen im Schlaf

Sie gehen mal nach Mitternacht, mal am frühen Abend schlafen? Das kann ebenfalls übermäßiges Absondern von Schweiß zur Folge haben. Denn wer regelmäßig zu sehr unterschiedlichen Zeiten zu Bett geht, irritiert den Biorhythmus seines Körpers. In der Folge kommt der Organismus schlecht zur Ruhe und steht unter Stress. Auch wer über einen längeren Zeitraum sich und seinem Körper nur wenig Schlaf gönnt, stört den Organismus. Beides kann zu Schlafstörungen und vermehrtem Schweiß führen. Die Gründe für Schwitzen im Schlaf können auch im seelischen Stress liegen. Wenn Sie Sorgen haben, vor einer wichtigen Entscheidung oder Prüfung stehen und daher nicht richtig „abschalten“ können, kann der Körper mit Nachtschweiß reagieren.

Um abends zur Ruhe zu kommen, empfehlen wir, stressige oder stark emotionale Situationen zu vermeiden. Vor dem Einschlafen können ein entspannendes Bad, angenehme Musik oder Lesen zur notwendigen Entspannung für einen geruhsamen Schlaf verhelfen und Schweiß verhindern. Empfehlenswert ist außerdem, den Medienkonsum von zum Beispiel Fernsehen oder Computerspielen direkt vor dem Schlafengehen einzuschränken.

Schwitzen im Schlaf: Genussmittel und Ernährungsgewohnheiten können Ursache sein

Übermäßiges nächtliches Schwitzen kann auch von einer einseitigen Ernährung oder bestimmten Lebensmitteln hervorgerufen werden. So sind scharfe Gewürze, Paprika- und Chilischoten aufgrund des in ihnen enthaltenen Capsaicin (CPS) im wahrsten Sinne des Wortes schweißtreibend. Ebenso befördert der Genuss von fettigem Essen sowie Fleisch und Wurst den Nachtschweiß. Auch wenn es schwer fällt: Der Genuss von Koffein, Alkohol und Nikotin sollte am Abend vermieden werden. Denn auch diese Genussmittel sorgen für Schweißausbrüche.

Dagegen gibt es Lebensmittel, die Ihnen bei der Reduzierung der Schweißausbrüche behilflich sein können. Milchprodukte, Obst – insbesondere Zitrusfrüchte – und Gemüse, aber auch Reis gelten als schweißhemmend. Vor allem zinkhaltige Lebensmittel sollten Sie zu sich nehmen, wenn Sie dem Schwitzen im Schlaf entgegen wirken wollen. Vollkornprodukte oder Nüsse bieten sich an. In der Pflanzenheilkunde ist Salbei der Geheimtipp gegen starkes Schwitzen im Schlaf. Seine Inhaltsstoffe wirken direkt auf das Wärmeregulationszentrum im Gehirn und hemmen die Produktion der Schweißdrüsen. Versuchen Sie es am Abend doch mal mit einem Salbei-Tee, um das Schwitzen im Schlaf einzuschränken.

Tipps für die Gestaltung der Schlafumgebung: Das Bett

Das Bett sollte über keinen Bettkasten verfügen. Die Luft muss zirkulieren können, damit die Feuchtigkeit abgeleitet wird. Am besten sind Betten, die über eine hohe Bodenfreiheit verfügen, wie die von BeLaMa. Die Matratze selbst kann entweder flach oder extra hoch sein. Wichtig ist lediglich der Abstand zwischen dem Bett und dem Boden. Jeder Mensch schwitzt in der Nacht, die einen Menschen mehr, die anderen weniger. Um das Stocken der Bettwäsche und der Matratze zu verhindern, müssen Sie dafür sorgen, dass die Feuchtigkeit am Tage wieder trocknen kann. Eine Möglichkeit bietet das Aufhängen der Bettwäsche zum Trocknen. Die klassische Tagesdecke sieht zwar gut aus, sie verhindert jedoch das Trocknen Bettdecken und Kopfkissen. Aus diesem Grunde sollte sie nur zum Einsatz kommen, wenn die Bettwäsche komplett abgetrocknet ist.

Die richtige Matratze

Durch die Auswahl der richtigen Matratzen reduzieren Sie die Gefahr des nächtlichen Schwitzens. Tonnentaschenfederkernmatratzen beziehungsweise Taschenfederkernmatratzen verfügen über eine besonders gute Klimaregulierung. Ein besonders aktiver Luftaustausch ist aufgrund der Hohlräume der Tonnentaschenfedern gewährleistet. Zwei empfehlenswerte Beispiele sind die Selecta TF5 und die RÖWA Etera Boston. Mit einem klimaregulierenden Bezug kann jedoch auch ein anderer Matratzentyp gewählt werden. Ein bekannter Hersteller für Kaltschaummatratzen ist Werkmeister. Die Werkmeister M S55 Plus sorgt für einen erholsamen Schlaf. Wer Latexmatratzen bevorzugt, für den ist die Natural Classic Orthoform Naturlatexmatratze von dormiente eine gute Wahl. Der Bezug 5a verfügt über einen hohen Anteil an Schurwolle.

Die richtige Bettwäsche und Waren

Die Bettwäsche ist wichtig zur Reduktion von nächtlichem Schwitzen. Mako-Satin-Bettwäsche, Leinenbettwäsche und Seidenbettwäsche sorgen für ein angenehmes Schlafklima. Es handelt sich um hautfreundliche Materialien. Seidenbettwäsche hat den Vorteil einer glatten Oberfläche und wirkt kühlend. Das Hautgefühl wird von den meisten Menschen als besonders angenehm beschrieben. Allergien sind äußerst selten. Sie können theoretisch bei allen Materialien auftreten. Natürliche Stoffe sind in diesem Punkt im Vorteil, da die Allergiegefahr sinkt.

Bei den Bettwaren kommt die Füllung ins Spiel. Hier sollte auf eine gute Klimaregulierung geachtet werden. Füllungen mit Federn und Daunen sind ideal. Sie sind wärmeisolierend und können viel Flüssigkeit aufnehmen. Ein Baumwollbezug gibt Flüssigkeiten wie Nachtschweiß zügig in die Umgebung ab. Sehr gut klimaregulierend wirken auch Bettwaren aus Kamelhaar, Yakflaumhaar oder Schafschurwolle.

Die besten Tipps für einen erholsamen Schlaf

Wer an vermehrtem Schweiß im Schlaf leidet, hat sicherlich bereits verschiedene Alltagstipps ausprobiert. Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie noch einmal zusammengestellt, damit Sie möglichst viele ausprobieren können:

  • 1. Sorgen Sie für das richtige Schlafklima. Lüften Sie am Abend vor dem Schlafengehen im Schlafzimmer für rund 5 bis 10 Minuten durch, um frischen Sauerstoff ins Zimmer zu lassen. Sie reduzieren die Luftfeuchtigkeit und senken die Temperatur.
  • 2. Gehen Sie frühzeitig zu Bett. Wer besonders lange aufbleibt, der belastet seinen Körper stark. Je wohler Sie sich beim Schlafengehen fühlen, desto geringer ist die Gefahr des Schwitzens. Sind Sie bereits übermüdet, dann ist der Körper unter Leistungsdruck und beginnt zu schwitzen.
  • 3. Vermeiden Sie vor dem Schlafengehen scharfes oder fettiges Essen. Je anstrengender die Nahrung für den Körper ist, desto mehr Reaktionen erzeugt er. Auf fettige Nahrung oder andere schwere Kost reagiert der Körper häufig mit Schweißbildung.
  • 4. Gehen Sie vor dem Schlafen duschen. Durch das Duschen sorgen Sie für freie Poren. Verstopfte Poren führen dazu, dass die Haut nicht ausreichend atmen kann. Wer am Abend vor dem Schlafengehen bereits schwitzt, der wird keinen erholsamen Schlaf haben.
  • 5. Drehen Sie im Winter die Heizung runter. In der Nacht bemerken Sie nicht bewusst, wenn es Ihnen zu warm werden sollte. Sie können sich zwar im Schlaf aufdecken, dies ist bei einer stark ansteigenden Temperatur jedoch nicht ausreichend. Es ist besser, die Raumtemperatur abzusenken und eine warme Decke zur Hand zu haben.

    Tipps zur richtigen Ausstattung des Bettes

  • 1. Verwenden Sie für die Bettwäsche natürliche Materialien wie Baumwolle und Seide. Diese Stoffe können Feuchtigkeit gut aufnehmen und wirken temperaturregulierend. Künstliche Stoffe interagieren mit der Haut und können zu einer vermehrten Schweißbildung führen.
  • 2. Achten Sie beim Kauf einer Matratze auf eine gute Luftzirkulation. Der Luftaustausch muss gewährleistet sein. Auf diese Weise dringt keine Flüssigkeit in den Matratzenkern. Tonnentaschenfederkernmatratzen eignen sich hier aufgrund ihrer Bauform sehr gut. Entstehender Nachtschweiß wird am besten von einem klimaregulierenden Bezug aus Baumwolle abtransportiert. Das schafft ein trockenes, frisches Schlafklima.
  • 3. Bettdecke und Kissen sollten ebenfalls über gute Eigenschaften zur Klimaregulierung verfügen. Daunen eignen sich als Füllmaterial sehr gut. Sie sind wärmeisolierend und können viel Flüssigkeit aufnehmen.
  • 4. Bettkästen sind zwar praktisch, aber verhindert die „Atmung“ der Matratze. Je größer die Bodenfreiheit ist, desto besser kann die Luft zirkulieren.
  • 5. Der Lattenrost muss die Luftzirkulation unter der Matratze unterstützen. Die Abstände zwischen den Leisten sollten nicht zu gering sein. Je nach Modell sollte der Leistenabstand wenigstens etwa drei bis vier Zentimeter betragen.

Im BeLaMa Onlineshop können Sie klimaregulierende Bettwaren und Bettwäsche sowie Federkernmatratzen mit aktiver Belüftung günstig online kaufen. Auch Lattenroste mit einem passenden Leistenabstand zu Ihrem gewünschten Matratzentyp sind im Shop erhältlich. Die BeLaMa Schlafexperten freuen sich, Ihnen telefonisch oder vor Ort im Berliner Fachgeschäft bei einer speziellen Fachberatung weiterzuhelfen. Liegen Sie zur Probe, bestellen Sie Ihr Produkt in der gewünschten Größe und erhalten Sie die Lieferung versandkostenfrei. Sie werden mit unseren Tipps und unseren hochwertigen Schlafprodukten schweißfrei schlafen und träumen!

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