Taschenfederkern

Ein Taschenfederkern ist elementarer Bestandteil einer Taschenfederkernmatratze.

Er ist in der Regel aus mehreren hundert bis tausenden, zylinderförmigen Federn aufgebaut, die einzeln in Textiltaschen eingenäht sind.

Die Federn sind nicht – wie etwa bei Matratzen mit Bonellfederkern – miteinander verbunden, sondern stehen separat. Auf diese Weise können sie noch feiner auf den Auflagedruck reagieren.

Eine Matratze mit Taschenfedern besitzt demnach eine höhere Punktelastizität als eine Bonellfederkernmatratze. Bei einem besonders hochwertigen Taschenfederkern sind die Federn über die Liegefläche hinweg unterschiedlich stark elastisch. Dadurch entstehen Körperzonen mit einer jeweils anderen Einsinktiefe. Taschenfederkernmatratzen können über fünf oder sieben Zonen verfügen.

Wie bei allen Matratzen mit Federkern (Bonellfederkernmatratze oder Tonnentaschenfederkernmatratze) ist der Federkern der Taschenfeder-Matratze mit einer Polsterung abgedeckt, um den Liegekomfort zu erhöhen. Die Kernabdeckung kann aus Kaltschaum, Formschaum oder Visco-Schaum gefertigt sein.

Die Hersteller lassen sich bezüglich des Kernaufbaus aufwendige Konstruktionen einfallen, um das Liegen so angenehm wie möglich zu gestalten. Je nach Auflage kann eine Matratze trotz Federkern auch mitunter als Visco-Matratze oder Formschaummatratze bezeichnet werden. Oftmals setzen Hersteller eine Lage Mikrofedern auf die eigentliche Taschenfederkernschicht. Taschenfern sind neben Bonellfedern auch in einem Boxspringbett zu finden.

Welche Eigenschaften hat eine Taschenfederkernmatratze?

Eine Taschenfederkernmatratze überzeugt in erster Linie mit ihrer Punktelastizität. Dadurch, dass die Taschenfedern getrennt voneinander eingenäht sind, können sie ebenso separat auf Belastungsdruck reagieren.

Je nach Gewicht der Körperpartie oder Schlafposition gibt jede Feder individuell nach, sodass zum Beispiel Becken und Schulter in Seitenlage tiefer einsinken können. Auf diese Weise erfährt Ihr gesamter Körper immer die Unterstützung, die er punktgenau benötigt.

Des Weiteren lässt der typische Kernaufbau eine starke Luftzirkulation zu, denn innerhalb und zwischen den Federn befinden sich Hohlräume. Zudem wird bei jeder Bewegung auf der Federkernmatratze der Kern zusammengepresst, wodurch eine regelrechte Sogwirkung entsteht, die Frischluft ins Kerninnere pumpt. Dadurch wird eindringende Feuchtigkeit kontinuierlich abtransportiert und die Taschenfederkernmatratze von innen getrocknet. Sie ist weniger anfällig für Schimmel und Hausstaubmilben.

Insgesamt punktet eine Taschenfederkernmatratze außerdem durch eine lange Lebensdauer und hohe Formbeständigkeit. Durch die Vliestaschen bewegen sich die Federn nahezu geräuschlos. Das leichte Nachschwingen der Federn wird von vielen Nutzern als sehr angenehm bewertet.

Keine verstellbaren Lattenroste bei einer Taschenfederkernmatratze!

In der Regel ist eine Matratze mit Taschenfedern nicht für verstellbare Lattenroste geeignet, ob manuell oder elektrisch verstellbar.

Das liegt daran, dass ein Federkern nicht biegeelastisch ist, wie es zum Beispiel bei Matratzen aus Kaltschaum der Fall ist. Wird der Kern zu sehr gebogen, kann dies zu einer Beschädigung der Federn führen. Mit einem starren Lattenrost sind Sie daher auf der sicheren Seite. So können Sie die Formstabilität Ihrer Taschenfederkernmatratze und das Boxspringbett Gefühl wirklich lange genießen.