Warum schwitzt man nachts? Ursachen und Lösungen 

  • Nachtschweiß ist weit verbreitet und kann durch viele verschiedene Faktoren ausgelöst werden – von äußeren Einflüssen bis hin zu Erkrankungen.

  • Die richtige Auswahl von Bettwaren und Matratzen und die richtige Schlafumgebung kann das nächtliche Schwitzen reduzieren.

  • Hochwertige Produkte können Ihnen dabei helfen, Ihr Schlafklima zu optimieren und wieder erholsam zu schlafen.

Warum schwitzt man im Schlaf?

Nachtschweiß: Die Ursachen

Viele Menschen kennen das Problem: Sie wachen nachts auf und haben stark geschwitzt. Nachtschweiß bezeichnet das wiederholte, übermäßige Schwitzen während des Schlafs, das über die normale Temperaturregulation hinausgeht. 

  • Während ein gewisses Maß an Schwitzen in der Nacht physiologisch normal ist – der Körper verliert pro Nacht zwischen 0,2 und 0,4 Liter Flüssigkeit.

  • Wird Nachtschweiß dann zum Problem, wenn er zu Schlafstörungen, feuchter Bettwäsche und einem unangenehmen Gefühl am Morgen führt. 

Medizinisch spricht man von nächtlicher Hyperhidrose, wenn Schweiß so stark austritt, dass Kleidung oder Bettwäsche gewechselt werden müssen. 

Im Gegensatz zum normalen Schwitzen, das der Temperaturregulation dient, kann Nachtschweiß auf gesundheitliche Probleme hinweisen oder durch äußere Faktoren wie beispielsweise eine zu warme oder nicht atmungsaktive Bettdecke ausgelöst werden.

Ursachen für Nachtschweiß: Die häufigsten Auslöser

Die Gründe für nächtliches Schwitzen sind vielfältig. 

Häufige Gründe sind:

  • Zu warme Bettdecke, Matratze oder Bettwäsche aus nicht atmungsaktiven Materialien

  • Zu hohe Raumtemperatur

  • Hormonelle Veränderungen (z. B. Wechseljahre, Schwangerschaft, Pubertät)

  • Psychische Belastungen wie Stress oder Angst und Alpträume

  • Erkrankungen (wie z.B. Infektionen, Stoffwechselstörungen)

  • Medikamente (z.B. Antidepressiva)

  • Übergewicht

  • Lebensstil (Alkohol, scharfes Essen, zu üppige Mahlzeiten am Abend)

Stress, Angst und psychische Belastungen können das vegetative Nervensystem beeinflussen und so zu vermehrtem Schwitzen führen. 

Auch äußere Faktoren wie eine zu warme Bettdecke, falsche Schlafkleidung oder ein schlecht gelüftetes Schlafzimmer spielen eine große Rolle. 

Wer testen möchte, was gegen nächtliches Schwitzen hilft, sollte zunächst die Schlafumgebung und die verwendeten Materialien überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Hormonelle Schwankungen bzw. Schwankungen sind eine der häufigsten körperlichen Ursachen für starkes Schwitzen in der Nacht – insbesondere bei Frauen in den Wechseljahren oder während der Schwangerschaft. Auch Männer können betroffen sein, etwa durch Veränderungen im Testosteronspiegel. Nächtliches Schwitzen am Oberkörper tritt bei Frauen besonders häufig als Nebenwirkung der Wechseljahre auf.

Wann sollten Sie ärztlichen Rat suchen?

Nachtschweiß kann auch ein Warnsignal für Erkrankungen sein. 

Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn:

  • das Schwitzen plötzlich und ohne erkennbaren Grund auftritt,

  • weitere Symptome wie Fieber, Gewichtsverlust oder Schmerzen hinzukommen,

  • das Schwitzen sehr stark ist und Ihre Lebensqualität beeinträchtigt.

Das Schlafsystem als Faktor: Matratze, Bettdecke und Kissen

Das gesamte Schlafsystem – also Matratze, Bettdecke, Kissen und Bettwäsche – beeinflusst maßgeblich, wie stark Sie in der Nacht schwitzen. Besonders wichtig sind deshalb atmungsaktive Materialien und eine gute Abstimmung der einzelnen Komponenten aufeinander.

Die richtige Matratze bei nächtlichem Schwitzen

Für Menschen, die nachts viel schwitzen, sind Taschenfederkernmatratzen besonders empfehlenswert. Sie bieten eine sehr gute Luftzirkulation und sorgen dafür, dass Feuchtigkeit schnell abtransportiert wird. Auch offenporige Kaltschaummatratzen können geeignet sein, sofern sie eine gute Belüftung ermöglichen.

Expertenhinweis: Eine Matratze sollte spätestens nach zehn Jahren ausgetauscht werden, um Hygiene und Funktion zu gewährleisten.

Die richtige Bettdecke gegen das Schwitzen in der Nacht

Die Bettdecke hat laut Experten einen großen Anteil am nächtlichen Schwitzen. Atmungsaktive Materialien wie Microfaser, Naturhaar (z. B. Kamelhaar, Kaschmir), Lyocell oder Seide sind bei Bettdecken ideal, da sie Feuchtigkeit aufnehmen und schnell wieder abgeben. 

Die Wahl der richtigen Wärmeklasse (Sommerdecke oder Winterdecke) hilft zusätzlich, das Schlafklima individuell zu optimieren.

Materialien für Bettdecken im Vergleich:

Microfaserdecke

  • Vorteile: Sehr atmungsaktiv, pflegeleicht

  • Geeignet bei Nachtschweiß: Ja

Naturhaar

  • Vorteile: Temperaturausgleichend, feuchtigkeitsregulierend

  • Geeignet bei Nachtschweiß: Ja

Lyocell

  • Vorteile: Gute Feuchtigkeitsaufnahme, vegan

  • Geeignet bei Nachtschweiß: Ja

Seide

  • Vorteile: Klimaregulierend, leicht

  • Geeignet bei Nachtschweiß: Ja

Baumwolle

  • Vorteile: Angenehm, aber speichert Feuchtigkeit

  • Geeignet bei Nachtschweiß: Eher weniger

Optimale Kissen und Bettwaren gegen Schwitzen im Schlaf

Auch das Kissen und die Bettwäsche beeinflussen das Schlafklima. Empfehlenswert sind hierbei Produkte aus atmungsaktiven, feuchtigkeitsregulierenden Materialien. Für stark schwitzende Personen gibt es spezielle Allergiker-Bettwaren und waschbare Matratzenauflagen oder Matratzenschoner, die für zusätzliche Hygiene sorgen.

Hygiene- und Alltagstipps bei nächtlichem Schwitzen

Neben der Auswahl der richtigen Bettwaren spielt auch die Hygiene eine wichtige Rolle. Regelmäßiges Waschen von Bettwäsche, Decken und Kissen hilft, Bakterien und Hausstaubmilben zu reduzieren und das Schlafklima zu verbessern.

Eine gesunde Ernährung, ausreichend Flüssigkeitszufuhr und das Vermeiden von Alkohol und Nikotin am Abend können helfen, das Schwitzen zu reduzieren. 

Expertentipp: Mehr Wasser zu trinken gleicht den Flüssigkeitsverlust aus, ersetzt aber nicht die Ursachenbekämpfung.

Checkliste: Hygiene- und Alltagstipps

  • Bettwäsche und Bettdecken regelmäßig bei 60 °C waschen

  • Matratze regelmäßig reinigen und nach spätestens 10 Jahren austauschen

  • Schlafzimmer täglich lüften, Raumtemperatur beim Schlafen unter 19 °C halten

  • Leichte, atmungsaktive Schlafkleidung tragen

  • Kaffee, Alkohol und scharfes oder üppiges Essen vor dem Schlafen meiden

  • Salbeitee trinken (soll schweißhemmende Eigenschaften haben)

  • Stress abbauen und für Entspannung vor dem Schlafengehen sorgen

Fazit

Nachtschweiß ist ein häufiges Problem, das viele Ursachen haben kann. Mit der richtigen Auswahl an Bettwaren, einer optimierten Schlafumgebung und gezielten Alltagstipps können Sie das nächtliche Schwitzen deutlich reduzieren. Bei anhaltenden oder sehr starken Beschwerden sollten Sie jedoch einen Arzt aufsuchen. Nutzen Sie das breite Sortiment im BeLaMa Onlineshop, um Ihr persönliches Schlafklima zu verbessern.

FAQ

Warum schwitze ich so stark in der Nacht?

Nächtliches Schwitzen kann viele Ursachen haben – von einer zu warmen Bettdecke über hormonelle Schwankungen bis hin zu ernsthaften Erkrankungen. Eine genaue Analyse der Auslöser ist wichtig.

Was hilft gegen nächtliches Schwitzen?

Die Optimierung der Schlafumgebung, atmungsaktive Bettwaren, regelmäßige Hygiene und ggf. ärztliche Abklärung können helfen, das Schwitzen zu reduzieren.

Was sind die Ursachen für Nachtschweiß?

Neben äußeren Faktoren wie Raumtemperatur und Bettdecke können auch Medikamente, hormonelle Veränderungen, Stress oder Erkrankungen Auslöser sein.

Hilft es gegen Nachtschweiß, mehr Wasser zu trinken?

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, um den Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen auszugleichen, ersetzt aber nicht die Ursachenbekämpfung.