kbA

Die Abkürzung kbA steht für „kontrolliert biologischer Anbau“. Gelegentlich wir auch »k.b.A.« genutzt. Dabei werden möglichst naturnahe Verfahren zur Produktion verwendet. Darüber hinaus wird bei der Herstellung völlig auf gentechnische Veränderungen verzichtet. Im Folgenden erklären wir die rechtlichen Grundlagen für den kontrolliert biologischen Anbau und die Grundlagen, nach denen er sich richtet.

Die biologische, ökologische oder nachhaltige Landwirtschaft wird auch als ökologischer Landbau bezeichnet. Sämtliche Produktionsschritte müssen im Sinne der naturschonenden Produktionsmethoden im Sinne der Ökologie und des Umweltschutzes erfolgen.

Damit sehen sich die Vertreter des kontrolliert biologischen Anbaus im Widerspruch zur konventionellen Landwirtschaft.

Produkte aus der Landwirtschaft

Die strengen Methoden des kbA lassen sich nicht nur bei der Produktion von Äpfeln Bananen, Kartoffeln oder Getreide anwenden. Diese naturnahe Arbeitsweise lässt sich für alle Erzeugnisse aus der Natur einsetzen. Das gilt gleichermaßen für Nutztiere und die Fleischproduktion, wie auch für die Holzgewinnung oder die Baumwolle.
Baumwolle und andere Rohstoffe, für die die Abkürzung kbA verwendet wird, werden unter strengen, die Ökologie betreffenden Richtlinien gewonnen und weiterverarbeitet.
Bei Baumwolle spricht man von kbA-Baumwolle, Bio-Baumwolle oder Organic Cotton. Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau bzw. Organic Cotton macht weniger als 0,2 Prozent der Baumwollproduktion aus.

Keine Monokulturen

Monokulturen stehen der natürlichen Flora und Fauna entgegen, sie tragen zum Artnesterben bei und begünstigen Schädlingsbefall, deshalb werden sie nach den Regeln des kbA vermieden.

Kontrolliert biologischer Anbau und seine Standards

Alle Produkte aus dem KbA müssen festgelegte Standards erfüllen. Der Ökolandwirt verzichtet bei seinem Landbau auf den Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln, Mineraldüngern und auf Gentechnik. Bei der ökologisch motivierten Produktion kommen keine chemischen Fungizide, Herbizide und Insektizide, Kunstdünger und Antibiotika zum Einsatz.
Zum Zweck der gemeinsamen Vermarktung und Kontrolle der Produkte aus der Natur haben sich Ökolandwirte in Anbauverbände zusammengeschlossen. Der Verband hält bei der Warenproduktion Standards zur Verarbeitung, zum Beispiel zu Naturtextilien, ein.

Was gilt für biologischen Baumwollanbau?

Beim konventionellen Anbau von Baumwolle kommen Schädlingsbekämpfungsmittel sowie chemische Entlaubungsmittel zum Einsatz. Auf diese wird bei kbA-Baumwolle verzichtet, ebenso auf mineralische Dünger sowie Gentechnik. Neben der Umwelt schont dieser Verzicht die Gesundheit der Menschen in den Herkunftsländern. Die Richtlinien für den kbA werden von verschiedenen Bioverbänden, der internationalen Gesetzgebung sowie unabhängigen Kontrollinstituten festgesetzt und geprüft.
Neben ökologischen Aspekten werden auch soziale Aspekte innerhalb des Landbaus berücksichtigt, zum Beispiel die Zahlung fairer Löhne und Altersabsicherung.

Es gibt noch weitere geschützte Bezeichnungen

Für die Beschreibung von Gütern gibt es weitere Bezeichnungen, die in Europa geschützt sind und demnach nur verwendet werden dürfen, wenn bestimmt Kriterien erfüllt werden.

Gemäß der „Verordnung (EWG) Nr. 834/2007 des Rates vom 28. Juni 2007 über die ökologisch/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen“ (kurz EG-Öko-Verordnung genannt) sind folgende Begriff explizit geschützt: Bio-, Öko-, biologisch, ökologisch, kontrolliert-ökologisch, kontrolliert-biologisch, biologischer Landbau, ökologischer Landbau, biologischdynamisch und biologischorganisch.

Bei allen Produkten, die diese Bezeichnungen tragen, können Sie sich demnach sicher sein, dass sie den von der EU festgelegten Kriterien entsprechen.