Gasdruckfeder

Die Gasdruckfeder zählt zu den kleinen Helfern am Bett, die von den wenigsten wahrgenommen wird, weil sie über Jahre für eine bequeme Handhabung sorgt und, obwohl sie zu den beweglichen Teilen am Bett zählt, so gut wie nie ihren Dienst aufgibt. Eine Gasdruckfeder auch Gasfeder genannt, ist eine pneumatische Feder. Das heißt, sie funktioniert über den Einsatz von Druckluft. Als Druckluft wird komprimierte Umgebungsluft bezeichnet, die unter anderem dafür verwendet werden kann, Körper oder Materialien zu bewegen. Bei einer Gasdruckfeder steht jedoch nicht Luft, sondern Gas, in den meisten Fällen Stickstoff, unter Hochdruck.

Eine Gasfeder besteht aus einem Zylinder und einem darin frei beweglichen Kolben. Das komprimierte Gas übt eine gewisse Kraft auf die Querschnittsfläche des Kolbens aus, woraus die Federkraft der pneumatischen Feder resultiert. Vorteile einer Gasdruckfeder gegenüber einer sogenannten Schraubenfeder sind der geringe Platzbedarf und die Möglichkeit, gleichzeitig eine Dämpfung integrieren zu können. Gasdruckfedern sollten ausschließlich von Experten geöffnet und repariert werden, da es aufgrund des sehr hohen Drucks bei Laien zu Verletzungen kommen kann.

Warum braucht mein Bett eine Gasdruckfeder?

Diese kompakten Helfer finden wir im Alltag vor allem als Öffnungs- oder Haltevorrichtung. Sie sorgen dafür, dass die Heckklappe des Autos sich leicht öffnen lässt und nicht zuschlägt. Oder das die Motorhaube nach dem Öffnen dortbleibt, wo sie es soll. Da wir keine Autos verkaufen, sondern Betten und alles was dazu gehört, vermuten Sie richtig, dass diese kleinen Kraftpakete auch im Schlafzimmer zu finden sind. Hauptsächlich werden Gasdruckfedern bei beweglichen Lattenrosten eingesetzt.

Mehr Komfort, mehr Sicherheit

Bietet Ihr Bett einen Bettkasten, den Sie über den hochgeklappten Lattenrost erreichen, wird dieser üblicherweise nach dem Öffnen mit Gasdruckfedern oben gehalten.

So haben Sie beide Hände frei und müssen sich nicht noch um die Sicherung des Lattenrostes kümmern. Außerdem erleichtern die Gasfedern schon die Bedienung des Bettkastens. Lattenroste ohne die mechanische Unterstützung einer Gasdruckfeder müssen vollständig durch die Muskelkraft bewegt werden. Mit der Gasfeder drückt diese das Gewicht nach oben und muss nur über den Auslösepunkt hinaus geschoben werden.

Ein Bettkasten mit Gasdruckfeder hat viele Vorteile

Ein Bettkasten mit Gasdruckfeder besitzt im Vergleich zu einem Bettkasten mit Schubladenfunktion einige Vorzüge. Bei Bettschubladen besteht die Gefahr, dass der darunter befindliche Boden durch die Bewegung beschädigt wird. Vor allem Parkett oder Laminat können zerkratzen, was oft erst dann auffällt, wenn das Bett verschoben wird.

Zudem benötigen Schubladen einen gewissen Freiraum, damit sie überhaupt in Gänze herausgezogen werden können. Da sich ein Lattenrost mit Gasfeder nach oben aufklappen lässt, kann das Bett trotz Bettkasten direkt an der Wand oder neben anderen Möbeln aufgestellt werden.